Meine Gedanken zu

Vision und Unternehmensstory

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Warum die Vision eines Unternehmens vielleicht noch nie so wichtig war wie heute.

In der sehr schnelllebigen und komplexen Welt gibt die Vision allen Mitarbeitern eine Orientierung und im besten Fall beantwortet sie auch das "Warum". Wenn jeder im Unternehmen das übergeordnete Ziel kennt, dann ist es viel einfacher in jeder Ebene Entscheidungen zu treffen und eigenständiger und kreativer zu arbeiten. Im besten Fall treffen die Mitarbeiter schnellere und bessere Entscheidungen und entwickeln eigene Lösungen. Hinzu kommt, dass die nachrückenden Generationen Y und Z und auch die Kunden verstehen wollen, was das Unternehmen macht und wie es arbeitet. Eine attraktive Vision oder Unternehmensstory hilft die Produkte oder Dienstleistungen besser zu vermarkten und im "War For Talents" die richtigen Mitarbeiter zu bekommen.


Die Vision wird optimalerweise von allen Mitarbeitern erarbeitet, denn daraus leitet sich auch die gewollte Unternehmenskultur ab. Auf das Unternehmen bezogen heisst das: Wer wollen wir sein, wie wollen wir zusammenarbeiten, welche Werte sind uns wichtig, wofür stehen wir, was ist unsere Existenzberechtigung?

Aus diesen Antworten ergibt sich ein Mindset und eine Haltung, die das alltägliche Tun bestimmt und am Ende die Unternehmenskultur prägt.

Dabei darf man nie vergessen, dass der Aufbau einer veränderten Unternehmenskultur deutlich länger dauert als der "Abbau", denn sobald ein Unternehmen bzw. die Mitarbeiter spüren, dass man nicht nach den definierten Werten handelt, hat es extrem negative Auswirkungen auf das Innenleben eines Unternehmens. Das Vertrauen schwindet und das optimale Umfeld für bestmögliche Leistungen ist nicht mehr gegeben.

Daher ist absolut entscheidend, wie die Haltung der Unternehmensführung ist und wie sie sie vorlebt und immer wieder mit Leben füllt.

Wichtig ist, wie auch immer die Vision aussehen soll und wie die Werte und Ziele definiert werden, jeder kann sich daran orientieren und für sich bewerten, ob er in diesem Unternehmen arbeiten möchte oder auch nicht. Vision und Unternehmenskultur bringen Klarheit und Orientierung. Und wenn die Mitarbeiter diese verinnerlicht haben, ist das Engagement und die Identifikation mit dem Unternehmen umso höher. Dann ist es auch die so oft beschriebene Win-Win Situation.

Dies hilft insbesondere in schwierigen Situation weiter, da die Mitarbeiter vielleicht unpopuläre Entscheidungen besser verstehen und mittragen, um weiter gemeinsam am großen Ziel zu arbeiten.

Führungskräfte und Mitarbeiterführung

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Geht es dir genau so, dass das Thema Führung durch die vielen vielen Bücher, Podcasts, Ratgeber, Coaching Angebote und generell unterschiedlichen Ansichten manchmal sehr kompliziert zu sein scheint?
Ich finde es kann auch ganz einfach sein.


Eine gute Führungskraft interessiert sich ernsthaft für seine Mitarbeiter, begegnet ihnen auf Augenhöhe und schafft ein Umfeld, in dem die Mitarbeiter ihr Potenzial ausschöpfen können. Grundvoraussetzung ist ein hohes Maß an gegenseitigem Vertrauen. Sofern dies nicht gegeben ist, wird eine Zusammenarbeit immer schwierig bleiben und das Potenzial für die Personen und das Unternehmen wird nicht genutzt und führt über kurz oder lang zu einer dauerhaften Unzufriedenheit.

Den besten Satz, den ich in diesem Zusammenhang je gelesen habe lautet: "Aktives Zuhören muss man nicht erlernen, wenn man sich wirklich für seine Mitarbeiter interessiert." Das wirkliche Interesse an den Mitarbeitern und den Menschen im Unternehmen ist die Grundvoraussetzung für gute Führung.

Wenn man sich für die Belange der Mitarbeiter und vor allem deren Arbeit interessiert und diese wahrnimmt, ist es deutlich einfacher kontinuierliches sinnvolles Feedback zu geben. Das kann Anerkennung oder auch positive und negative Kritik sein. Der Mitarbeiter merkt in diesem Umfeld, dass er gesehen und geschätzt wird und bekommt Ideen mit auf den Weg, wie er sich und seine Arbeit kontinuierlich verbessern kann. 

Respektvoller Umgang ist eine weitere Grundvoraussetzung für eine gute Zusammenarbeit vor allem in kritischen Situationen. Besonders bei schwierigen Entscheidungen, die nicht auf Wohlwollen stoßen, ist der Umgang wichtig und die Darstellung, warum man die Entscheidung so getroffen hat.

Was ich in den letzen Jahren gelernt habe und was die größte Herausforderung ist, dass man sich als Führungskraft auf die Unterschiedlichkeit der Mitarbeiter sehr individuell einstellen muss, um diese entsprechend weiter entwickeln zu können. Das hört sich sehr einfach an, ist aber umso schwieriger, weil man selber eine bestimmte Sozialisierung und entsprechende Glaubenssätze hat. Daher ist es auch einfacher mit Menschen umzugehen, die einem ähnlich sind als mit Menschen, die komplett anders "ticken". Aber darin liegt die Hauptaufgabe einer Führungskraft, zu verstehen, was der Mitarbeiter braucht, damit er sein Potenzial entfalten kann. Und wichtig ist auch, dass ein Unternehmen unterschiedliche Mitarbeiter und heterogene Teams integriert, um kreativer und innovativer zu sein.

Weiterhin ist es als Führungskraft nicht notwendig alles zu wissen, was ohnehin nicht mehr möglich ist, sondern die Mitarbeiter auszuwählen oder entsprechend weiter zu entwickeln, so dass sie am Ende der bessere Experte sind. Insofern ist auch die Auswahl der richtigen Mitarbeiter ein absolutes Topp Thema und zwar nicht nur in puncto Expertentum sondern noch viel mehr in der Frage, ob der Mitarbeiter zum Unternehmen passt und die definierte Vision und die Werte mitträgt, denn nur dann wird er zum Multiplikator außer- und innerhalb des Unternehmens.

Unternehmenskultur und Change

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Unternehmenskultur auf Knopfdruck oder nur weil du es einfach so willst wie Du es für richtig hältst? 


Sicherlich eine der schwierigsten Themen, weil es eine bestimmte und gewollte Unternehmenskultur nämlich nicht auf Knopfdruck gibt. Hier spielt die wirkliche Haltung der Unternehmensinhaber und leitenden Angestellten eine entscheidende Rolle. Ob Top-Down oder Bottom-up, entscheidend ist, welche Werte und welche Haltung das Unternehmen wirklich wirklich lebt, leben will und wofür man steht. Eine Unternehmenskultur entsteht durch das Miteinander im Unternehmen und somit ist es ein Thema von allen Mitarbeitern. Eine Unternehmenskultur kann weder von oben nach unten noch von unten nach oben entwickelt werden. Das funktioniert nicht. Jeder Mitarbeiter trägt Verantwortung dafür die Unternehmenskultur in sich zu tragen und jeden Tag vor zu leben. 


Unternehmenskulturen sind heute sehr unterschiedlich, aber man sieht natürlich, dass die Unternehmen um gute Führungskräfte, talentierte Nachwuchskräfte kämpfen und ein attraktives Umfeld bieten wollen. Start-ups tun sich heute etwas leichter Elemente der New Work Bewegung umzusetzen, da ein bestimmtes Mindset vorhanden ist und die Strukturen noch formbar sind. In größeren Unternehmen ist es heute deutlich schwieriger, da sich Besitzstände und machtvolle Position über Jahrzenhnte aufgebaut haben, die der ein oder andere nicht so gerne hergibt und der Mitarbeiter auch nicht weiß, was als nächstes auf ihn zukommt. Jeder weiß, dass Veränderungen notwendig sind, aber keiner fängt gerne bei sich selber an, da er die sich hart erarbeitete Position in Gefahr sieht. Dieses Verhalten verlangsamt den Changeprozess ungemein bzw. verhindert ihn.


Daher ist es auch so wichtig im Change Prozess viel zu kommunizieren und zu erläutern, warum bestimmte Veränderungen notwendig sind, um das große Ganze, die Vision bzw. die langfristige Story zu gestalten. Dies kann durchaus ein sehr mühsamer Prozess sein, hier ist aber eine klare Kommunikationsstrategie und Einbindung der Mitarbeiter der sinnvollste Weg. Und natürlich wird es Mitarbeiter geben, die diesen mitgehen und als Chance begreifen und Mitarbeiter, die einen anderen Weg einschlagen werden. Nur Klarheit auf allen Seiten ist hier für alle Beteiligten die wichtigste Voraussetzung.


Mitarbeiter, die sich gegen Veränderungen sträuben, sollten davon überzeugt werden, welche Chancen sich auch für sie daraus ergeben und wie auch sie sich weiter entwickeln können, sowohl beruflich als auch als Mensch und eigene Persönlichkeit. In diesem Punkt ist es so wichtig, gute Führungskräfte im Unternehmen zu haben, die das erkennen und entsprechend beeinflussen, so dass sich kein Mitarbeiter allein gelassen fühlt.


Zum Changeprozess gehört auch das kontinuierliche Lernen und die permanente Veränderung im positiven Sinne. Heute gibt es sehr viele Möglichkeiten sich weiter zu bilden wie z.B. Webinare, Online Seminare und Kongresse, Podcasts, Bücher, Zeitschriften, Messen, Trainings intern und extern.

Kommunikation und Informationsmanagement

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Hast Du dich auch schon oft gefragt, wann der richtige Zeitpunkt ist und wie viel Informationen notwendig sind und am Ende dann doch gesagt: "Wie man es macht, macht man es verkehrt". Also ich schon. Und dann noch die Frage, ob jeder Mitarbeiter entsprechend mit den Informationen umgehen kann. Auf der anderen Seiten sind Gerüchte und unklare Kommunikation innerhalb einer Firma die deutlich schädlichere Variante und insofern ist auch hier das gegenseitige Vertrauen so enorm wichtig. Wenn jeder Mitarbeiter durch die Unternehmensführung und Vorgesetzten spürt, dass er ein wichtiger und ernst genommener Mitarbeiter ist, dann wird er mit den Informationen entsprechend umgehen. 


Insbesondere unpopuläre Maßnahmen erfordern eine gute Kommunikationsstrategie und vor allem müssen die Mitarbeiter wissen, was es für sie selber bedeutet und wie es weitergeht.


Präsentationen

Jede Präsentation im Unternehmen hat eine enorme Wichtigkeit und wird oft unterschätzt. Warum sage ich das so klar?
 
Zum einen, weil es nicht jeder mag und nicht jeder kann und zum anderen, weil es heute Programme und Möglichkeiten gibt, Informationen aneinander zu reihen, so dass es einfach geworden ist, eine Präsentation zusammen zu schustern, ohne sich tiefergehende Gedanken zu machen.


Eine Präsentation ist aber einmalige Chance, den Mitarbeitern eine Message auf den Weg zu geben oder Informationen nachhaltig und anschaulich zu kommunizieren oder in den Austausch zu gehen. Überlege selbst: Wie oft bekommst Du die Gelegenheit einen bestimmten Kreis, der darauf wartet gut unterhalten und informiert zu werden, so zusammen.


Viel zu selten fragt man sich:

  • Was ist meine Kernmessage?
  • Was bewegt mein Publikum aktuell und kann ich darauf eingehen?
  • Mit welchem Gefühl soll mein Publikum rausgehen?
  • Welche Geschichte kann ich erzählen oder habe ich selber erlebt, um meine Aussagen bildhaft zu untermauern?
  • Wie sieht mein roter Faden aus?
  • Power Point oder Plipchart, was ist für die bevorstehende Präsentation besser?
  • Wie kann ich meine Präsentation auflockern? Durch Bilder, Videos (nicht zu viele) oder haptische Dinge, die ich dem Publikum zeige.
  • Möchte ich mit dem Publikum in den Austausch gehen?
  • Welche Fragen könnten kommen?

u.v.m.


Wie auch immer ich die Präsentation gestalte, es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass dies eine Multiplikation meiner Kernmessage sein wird. Egal, ob ein CEO zur ersten Führungsebene oder ein Abteilungsleiter zu seinen Mitarbeitern oder ein Projektleiter zu seinem Team spricht. Es ist immer eine sehr gute Chance ein Team zu informieren, zu begeistern und zu überzeugen oder auch in den Dialog zu treten. Diese Möglichkeit sollte man nicht leichtfertig vertun.

Employer Branding und Recruiting

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In der heutigen Zeit des "War For Talents" ist dieser Bereich immer wichtiger geworden und heute sehr entscheidend. Unternehmen sollten verstehen, dass es mittlerweile eine Kernaufgabe des Marketings sein muss, dieses Thema in der Priorität ganz nach oben zu packen. Das bedeutet aber nicht, dass Dinge besser dargestellt werden als sie sind, sondern dass das Marketing sich mit den Anforderungen des Marktes auseinander setzt und sowohl intern als auch extern daraufhin arbeitet, dass die Unternehmensstory nachvollziehbar ist und gut erzählt wird. Diese Punkte stehen am Anfang und müssen geklärt sein und dann geht es um "Tue Gutes und sprich darüber" und erzähle jedem, was für ein tolles Unternehmen ihr seid. Und je authentischer alles ist, umso schneller spricht es sich herum und die Anzahl und Qualität der Bewerbungen nimmt automatisch zu.


Wenn die Hausaufgaben vorab gut gemacht sind, dann sind alle Mitarbeiter im Unternehmen, das beste Marketinginstrument, was man sich vorstellen kann. Es gibt nichts bessere als eine hohe Identifikation mit dem Unternehmen und die Tatsache, dass Mitarbeiter stolz sind dort zu arbeiten und jeden Tag gerne zur Arbeit gehen.


Provisionssysteme, Tischkicker, Obstkörbe, Fitness, Ausflüge, Essenszuschüsse, Weihnachtsfeiern, Tankkarten sind gute add-ons, aber kommen in der Prioritätenliste hinter den oben genannten Punkten. 


Bei einer hohen Identifikation kann man diese Mitarbeiter in der Kommunikation wunderbar mit einbinden und auch das Recruiting kann in seinen Gesprächen ein wahres Feuerwerk entzünden und potenzielle Kandidaten aus der eigenen inneren Überzeugung heraus für das Unternehmen gewinnen.


Die richtigen Personen in der richtigen Rolle sind die wichtigsten Faktoren für ein erfolgreiches und sich langfristig gut entwickelndes Unternehmen.

Digitalisierung und Agilität

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Auch diese Buzzwords kannst Du wahrscheinlich nicht mehr hören, aber ich möchte dennoch auf diese beiden eingehen, da sie eine wichtige Bedeutung haben. Wir wissen, dass die steigenden Rechnerkapazitäten und damit verbundenen Möglichkeiten, die Arbeitswelt noch schneller und gravierender verändern werden als es heute schon der Fall ist. Insofern wird eine der wichtigsten Kernkompetenzen sein, permanent dazu zu lernen und im positiven Sinne veränderungsbereit zu sein und die sich bietenden Möglichkeiten zu sehen. Natürlich ist dies unbequemer und erfordert ein neues Mindset, denn ständige Veränderungen holen einen immer wieder aus der Komfortzone, was es am Ende auch so anstrengend macht. Daher ist es wichtig, dass zu tun, was uns erfüllt und was wir gut können, damit wir diesem Stand halten können und diese Veränderungen selber auch als Chance wahr nehmen und nicht als Risiko sehen.


Unternehmen sollten genau hinschauen, wo Digitalisierung und Agilität notwendig ist und wo nicht, um die Mitarbeiter nicht zu überfordern. Die Digitalisierung und Einführung von agilen Arbeitsmethoden und Tools sollte nicht zum Selbstzweck werden, nur weil es gerade jeder macht.


Die Digitalisierung bringt unheimlich viele Vorteile mit sich, denn Arbeiten und Prozesse, die keine hohe Wertschöpfung haben, können zukünftig automatisiert werden und die Mitarbeiter können sich auf mehr kreative und wertschöpfendere Tätigkeiten konzentrieren. Das kann im optimalen Falle bedeuten, dass weniger Zeit für die bisherigen Arbeiten benötigt wird, aber viel effektiver, kreativer und sinnvoller gearbeitet werden kann und somit mehr Wertschöpfung für das Unternehmen erreicht wird.

Mit den richtigen Werten 

                              in die richtige Richtung!